Landesfachausschuss Altenhilfe
Vorsitzender der AWO in Bayern
Landesfachausschuss legt Positionspapier zur Pflegeversicherung vor
Pflege braucht Freiraum – und dieser Freiraum setzt Vertrauen voraus nicht nur in die Pflegenden – unabhängig davon, ob sie diese Pflege haupt- oder ehrenamtlich oder im familialen Kontext leisten –, sondern auch in die Leistungserbringer, deren Trägerverbände sowie in die Kostenträger.
Welt-Alzheimertag am 21. September 2011
AWO Chef Beyer verspricht: „Wir geben erst Ruhe, wenn die Pflegeversicherung Demenzkranken gerecht wird“
Initiative zum Welt-Alzheimertag am 21. September 2011: „Jetzt wird es aber höchste Zeit!“
Die Arbeiterwohlfahrt in Bayern erneuert anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September 2011 ihre Forderung, endlich spürbar die Betreuungssituation für Menschen mit Demenz zu verbessern. Mit der Initiative „Jetzt wird es aber höchste Zeit!“ tritt die Arbeiterwohlfahrt in Bayern dafür ein, im Rahmen der Gesetzlichen Pflegeversicherung endlich den tatsächlichen Betreuungsaufwand von demenziell erkrankten Menschen in vollem Umfang anzuerkennen.
Der Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Bayern, Thomas Beyer verweist darauf, dass auch die Verbesserungen der Leistungen der Pflegeversicherung bei der Reform zum 1. Juli 2008 längst nicht ausreichen. „Pflegebedürftigkeit orientiert sich immer noch an Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit. Nötig ist, endlich auch bei der Einstufungspraxis des Medizinischen Dienstes den besonderen Betreuungsaufwand von Menschen mit Demenz anzuerkennen.“
Die Initiative, die durch den Landesfachausschuss Altenhilfe der AWO in Bayern unter Leitung von Wolfgang Schindele erarbeitet wurde, fordert im Einzelnen:
- bei der Einstufung von demenziell erkrankten Menschen den tatsächlichen Betreuungsbedarf anzuerkennen
- die Überlastung der pflegenden Angehörigen wahrzunehmen und die Leistungen im ambulanten Bereich entsprechend anzupassenauch die
- Überlastung in der stationären Versorgung zu sehen und dauerhaft Abhilfe zu schaffen.
„Demenz trifft nicht nur den erkrankten Menschen, sondern auch seine Familie und sein soziales Umfeld. Sie alle leiden mit den Betroffenen unter den gegenwärtigen unzureichenden Bedingungen seitens der Pflegeversicherung. Die AWO wird erst Ruhe geben, wenn für Menschen mit Demenz spürbare Verbesserungen erreicht sind“, verspricht Beyer.
Informationen für Angehörige
Angehörige von Pflegebedürftigen spielen in der stationären Altenhilfe eine hoch bedeutsame Rolle: Sie sind oftmals die wichtigsten Bezugspersonen für die Bewohnerinnen und Bewohner; sie sind, wenn Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr in der Lage sind, ihre eigenen Interessen zu vertreten, meist die primären Ansprechpartner für die stationäre Einrichtung; sie können Betreuungsaufgaben übernehmen und damit ihre pflegebedürftigen Angehörigen, aber auch das Personal der stationären Einrichtung unterstützen; und sie machen mit ihrer Präsenz einen Teil des Lebens aus, das im Seniorenzentrum tagtäglich stattfindet.› weiterlesen
Rückblick zur AWO Thema 2011
Ziel der Fachtagung am 01.04.2011 in Augsburg war, sich unter Einbindung aller relevanten Akteure – Politik, Selbstverwaltung, Verbände, Wissenschaft und Angehörige – mit den künftigen Anforderungen an die ambulante Pflege auseinanderzusetzen. Wichtig war es dabei den Fokus besonders auf die Frage zu legen welche Rolle bei der Bewältigung der künftigen Herausforderungen den Betroffenen und ihren Angehörigen und den Leistungsanbietern zukommt.Der Fachtag war gleichzeitig die Pilotveranstaltung für ein neues Format mit der Wortmarke „AWO – THEMA“, mittels dessen sich die AWO Bayern künftig an der Diskussion zu aktuellen Themen in der Sozialpolitik – nicht nur in der Altenhilfe - beteiligen wird.
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Schulgeldkürzung in der Altenpflege?!
Stellungnahme des Landesfachausschusses Altenhilfe der AWO in Bayern zur drohenden Schulgeldkürzung
Mit Schreiben vom 1. Juni 2010 hat das bayerische Kultusministerium allen Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Bayern angekündigt, ab dem Schuljahr 2010/2011 den sog. Schulgeldausgleich von derzeit 200 € auf 100 € abzusenken. Als Begründung werden steigende Schülerzahlen benannt. Zudem wurde mitgeteilt, dass sogar dieser reduzierte Betrag ab Januar 2011 unter Haushaltsvorbehalt stünde.› weiterlesen
