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Dieser Blog bearbeitete das Thema der drohenden Schulgeldkürzung in Bayern. Wir danken allen für die rege Diskussion. Zum nächsten Thema werden wir den Blog wieder öffnen.
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Presseinformation des AWO Landesverband Bayern e.V.

AWO-Chef Beyer wähnt sich bei Staatsregierung wegen Kürzungen des Kultusministeriums für die Altenpflegeausbildung im „Tollhaus“
Arbeiterwohlfahrt protestiert gegen Halbierung von Schulgeldausgleich für Azubis in der Altenhilfe

Der Landesvorsitzende der bayerischen Arbeiterwohlfahrt, Thomas Beyer, findet scharfe Worte gegen die Bayerische Staatsregierung. „Selbst bei gutem Willen kann man sich bei der Bayerischen Staatsregierung nur noch im Tollhaus wähnen“, kommentiert Beyer die Tatsache, dass das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus beginnend mit dem Schuljahr 2010/11 den sogenannten „Schulgeldausgleich“ für die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe von derzeit 200 Euro pro Unterrichtsmonat und Schülerin und Schüler um sage und schreibe 50 Prozent auf 100 Euro monatlich reduzieren will.

In einem an die privaten Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Bayern gerichteten Schreiben vom 1. Juni 2010 setzt das Ministerium die Schulen mit dürren Worten darüber in Kenntnis, dass „um den zur Verfügung stehenden Finanzrahmen nicht zu überschreiten“ der Schuldgeldausgleich halbiert werde.
Selbst dieser Betrag wird aber seitens des Kultusministeriums nur für die Monate September bis Dezember 2010 zugesagt. Die weitere Auszahlung des Betrages stehe unter Haushaltsvorbehalt.
Beyer hat in einem Schreiben an Sozialministerin Christine Haderthauer seine „Irritation und große Verärgerung“ über diese Vorgehensweise zum Ausdruck gebracht. „Das Kultusministerium unterläuft mit diesen Kürzungen das seitens des Sozialministeriums mit den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege und allen weiteren Beteiligten gerade erst zustande gebrachte Bündnis für mehr Ausbildung in der Pflege“ verdeutlicht Beyer, wie sehr Kultusminister Spaenle seiner Kollegin aus dem Sozialministerium in den Rücken fällt.
„Geradezu absurd wird es, wenn das Kultusministerium die Kürzung mit den steigenden Schülerzahlen an den Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe begründet“, so Beyer. „In dem Moment, in dem es gelingt mehr Menschen für die so dringend benötigten Tätigkeiten in der Pflege zu interessieren, nimmt das Kultusministerium genau das zum Anlass, die Ausbildung für viele vollständig unattraktiv zu machen“, so Beyer: „Wer würde sich da nicht im Tollhaus wähnen!“

Der Freistaat Bayern leistet seit der bundesgesetzlichen Umstellung der Ausbildung in der Altenpflege auf den Besuch dreijähriger Berufsfachschulen einen zusätzlichen Schulgeldausgleich für die Schülerinnen und Schüler dieser Ausbildungsstätten. Die jetzt durch das Kultusministerium verfügte Halbierung führt zu dramatischen Konsequenzen. So droht im Einzelfall bis zu einer Vervierfachung des jetzt gezahlten Schulgeldes oder aber das Aus für die Ausbildungsstätten. Das Bayerische Sozialministerium wiederum hat erst vor Monatsfrist gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden ein großangelegtes Bündnis für mehr Ausbildung in der Pflege ins Leben gerufen. Mit der Kampagne „Herzwerker“ wirbt das Sozialministerium derzeit für mehr Azubis in der Pflege.

AWO Landesverband Bayern e.V.

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